Musikverein Manderfeld 
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    Der Musikverein wurde ins Leben gerufen nachdem der bereits bestehende Musikverein "Bergesklang" am 06.07.1927 einer Verpflichtung bei einer Bischofsfeier nicht nachgekommen war und der damalige Pfarrer Herr Cornelius REISSTORFF daraufhin eine Versammlung zwecks Neugründung eines zweiten Musikvereins einberief. Als kleine Gruppe von 17 Mitgliedern wurde dieser dann am 23.02.1928, unter dem Präsidenten und Präses Pfarrer Cornelius Reisstorff gegründet und trug den Namen "Katholischer Kirchenmusikverein Sankt Lambertus der Pfarrei Manderfeld".

    Aller Anfang war schwer, schließlich brauchte man zum Musikmachen auch Instrumente, die anfangs noch von der Kirche gespendet werden konnten, später dann durch eigens durchgeführte Kirchenkollekten finanziert wurden. Als keineswegs selbstverständlich stellte Nikolaus BRAUN in seinem Haus gratis den ersten Proberaum zur Verfügung. Schon am 28. Mai 1928 konnte der junge Verein dann seinen ersten Auftritt verbuchen.

    Am 27.01.1929 wurde im Saal Christen zu Manderfeld der erste musikalische Familienabend gefeiert. Dort wurde auch das erste Theaterstück mit dem Titel "Unter dem Schutze der Muttergottes" aufgeführt. Der Musikverein war nämlich nicht nur musikalisch tätig, sondern führte auch Schauspieler in seinen Reihen. Bis zum Ende der 60er Jahre wurde regelmäßig vor dem ersten Adventssonntag, sowie am zweiten Weihnachtstag im Saale Henkes Theaterstücke, wie z.B. "Ehe der Hahn kräht", "Der Meisterboxer" oder "Tante Jutta aus Kalkutta", zum gegeben. Zeitweise wurde sogar ein ernstes und ein Lustiges Stück am selben Abend gespielt und das Publikum war begeistert.

    Noch am selben Abend der ersten Familienfeier und der ersten Theateraufführung kam es dazu, daß die Eheleute LEUTHER (Igelmonderhof) die Stiftung einer Vereinsfahne ankündigten. Womit schon am 14.07.1929 das Fest der Fahnenweihe, der gemeinsamen Fahne des Musikvereins und des Gesangvereins, gegeben werden konnte.

    Der erste Dirigent war Herr Ferdinand HEINZIUS, der noch 1928 von Joseph SCHUMACHER aus Büllingen abgelöst wurde. Josef Schumacher konnte im Jahre 1930 bereits vor 22 Mitgliedern den Taktstock schwingen und von musikalischen Fortschritten sprechen.1931 gab es wieder einen Dirigentenwechsel und Herr Hubert THEISSEN trat an seine Stelle. Glücklicherweise kam es im Jahre 1932 wieder zu einem Friedensschluß zwischen dem Musikverein Lambertus und dem Musikverein Bergesklang, woraufhin sich beide gegenseitig Konzertbesuche versprachen. So konnte dann der Frieden 1934 bei einem gemeinsamen Konzert der beiden Musikvereine und des Gesangvereins "Cäcilia" Schönberg besiegelt werden.

    Feste wie Fronleichnam, die Schulentlassungsfeier, die Rosenkranzprozession, das Jungmännerfest, die Sankt Donatus Prozession nach Holzheim etc. waren fester Bestandteil im Jahresplan des Vereins. Seit 1930 besteht, bis zum heutigen Tag, eine enge Beziehung zum M.V. Dahlem. Gemeinsam begleiten die beiden Vereine musikalisch den Pilgerzug aus der belgischen und deutschen Eifel zum Wallfahrtsort Kevelar. 1938 konnten die Manderfelder leider nicht am Zug teilnehmen, weil der Pilgerweg von den Deutschen Behörden verboten wurde.

    Und dann kam der Krieg! Ab Mai 1940 bis Anfang 1946 konnte der Musikverein nicht aktiv sein. Die Vereinsmitglieder mußten in die Deutsche Wehrmacht eintreten und der Krieg nahm seinen Lauf.

    Anfang 1946 nahm der Nachfolger von Pfarrer Reisstorff, Pfarrer Heinrich STOFFELS die Geschicke des M.V. in die Hand. Er hatte rechtzeitig zu Kriegsbeginn alle Instrumente und Noten in Sicherheit gebracht. Ohne Schäden konnten 17 Instrumente und das vollständige Notenmaterial nach sechs Jahren aus einem Versteck, über der Sakristei der Manderfelder Kirche, geborgen werden. Pfarrer Heinrich Stoffels war sieben Jahre lang Präses, Dirigent, Präsident, Kassierer und Schriftführer in einer Person. Erst 1952 übernahm MÖLTER Heinrich bis 1978 den Dirigentenstab, VOGTS Heinrich wurde 1953 Kassierer und SIMONS Nikolaus Schriftführer.

    Bei der ersten Nachkriegsgeneralversammlung am 23.02.1957 zählte der Verein schon wieder 24 Mitglieder. Schon damals war der Verein stolzer Besitzer  einer Es-Klarinette, zwei B-Klarinetten, einer Piccolo-Flöte, zwei Es-Piston, zwei B-Piston, drei Trompeten, fünf Flügelhörnern, drei Althörnern, drei Posaunen, einem Bariton, einem Es-Bass, einem B-Bass, einer kleinen und einer großen Trommel.

    Am 15. und 16. Juni 1958 ging es dem Verein schon wieder so gut, daß  ein Vereinsausflug zur Weltausstellung nach Brüssel unternommen werden konnte. Am 13. März 1960 wurde Pfarrer Peter JOPPEN eingeführt, der dann auch bis 1985 Präses bleiben sollte. 1970 konnte der Verein dann seine erste Generalversammlung im neuen Vereinslokal, dem Pfarrheim halten. Dort wurden 1972 Dinge beschlossen wie z.B. für unentschuldigtes Fernbleiben aus der Probe 50,- BF und für ein unentschuldigtes Zuspätkommen 25,- BF bezahlen zu müssen. Dies ist heute längst abgeschafft worden, denn das könnte mit der Zeit für den ein oder anderen sehr teuer werden. 1972 war auch das Jahr in dem zum ersten Mal eine Frau in den Verein eingetreten ist.
GOENEN Alberta stieß als erste Frau in Männerdomäne, worauf bis heute zum Glück noch einige gefolgt sind. Im selben Jahr übernahm Herr Toni PLATTES den Präsidentenposten den er bis Januar 2000 noch besetzte, obwohl er gleichzeitig von 1967 bis 1978 noch Schriftführer gewesen ist. Er feierte also 1998 sein 25jähriges Jubiläum als Präsident.

    Das Jahr 1978 stellte sich als ein wichtiges für den Verein heraus. Der Verein erhielt vom belgischen König den Titel "Königliche Gesellschaft", man konnte sich in neuen Uniformen präsentieren und das 50jährige Bestehen des Vereins wurde gebührend gefeiert. Im selben Jahr stand auch wieder ein Dirigentenwechsel an. Heinrich MOELTER hatte seit 1952 bis zum 3. Oktober 1978 die Musik in seinen Händen. Dann übernahm Christian SCHOLZEN die Leitung und brachte die Musiker mit viel Einsatz und Mühe weit voran. Er sorgte für junge Nachwuchsmusiker und opferte viel Zeit in deren Grundausbildung. Am 01.01.1986 konnte der Verein 50 Mitglieder zählen und davon 45 aktive Musiker, die nicht nur Auftritten im Inland, sondern auch im Ausland nachgehen. In besonders guter Erinnerung bleiben da natürlich die Auftritte in den Jahren 1988 und 1993, beim Internationalen Musikfest in Oberauerbach (D).

Im Juli 1993 verstarb der Dirigent Christian Scholzen und Hubert SIMONS übernahm für kurze Zeit den Dirigentenstab. Am 1. September 1994 wurde er von Patrick SIMONS abgelöst, der bis heute das Tempo angibt.

Am 19. und 20. September 1998 konnte der Verein mit 50 Mitgliedern und davon 46 aktiven Musikern das 70jährige Bestehen feiern.

Am 21.01.2000 ist auch das Präsidentenzepter an den bisher wohl jüngsten Präsidenten Eric THEISSEN weitergereicht worden

Am 03.11.2001 nahm der Musikverein zum ersten Mal an der Einstufung der Deutschsprachigen Gemeinschaft teil. In der 2. Kategorie bestanden wir mit 73,3 %.

Bericht zu unserem Fest 2003.

Am 05.11.2005 nahm der Musikverein zum zweiten Mal an der Einstufung der Deutschsprachigen Gemeinschaft teil. In der 2. Kategorie bestanden wir mit 84,5 %.

Im Frühjahr 2009 verabschiedete sich Patrick SIMONS nach 14 Jahren am Dirigentenpult und Jean-Bernard LEHEUREUX wurde als neuer Dirigent begrüsst.

Am 8. November 2014 wurde zum dritten Mal an der Einstufung der Deutschsprachigen Gemeinschaft  teilgenommen. Mit unserem neuen Dirigenten Matthias VERNIERS bestanden wir die 2. Kategorie mit 80,8 %.

(siehe auch die Ahnentafel)

 

(c) 2003 by Patrick Simons